Oberflächennahe Geothermie - Aktuelle genehmigungsrechtliche Anforderungen und Anwendungen der neuen VDI-Richtlinie 4640-2

Thema:

Oberflächennahe Geothermie

Termin:

07.10.2019 – 08.10.2019

Ort:

Idstein

Status:

Es sind noch Plätze frei!

Infolge der Gesetzgebung für den Einsatz von regenerativen Energien bei Neubauten und energetischen Sanierungen im Bestand werden erdgekoppelte Wärmepumpen auch zukünftig ein fester Bestandteil im Wohnungs- und Gewerbebau sein.
Prognosen gehen von einer deutlichen Zunahme geothermischer Nutzung in den kommenden zwei Jahrzehnten aus.
Gleichzeitig unterliegt die Planung und Realisierung oberflächennaher geothermischer Projekte sich stetig verändernden Randbedingungen. Hierzu gehören in der Qualität steigende behördliche Anforderungen an Erdwärmeprojekte sowie eine Weiterentwicklung der VDI-Richtlinie 4640, des DVGW-Arbeitsblattes W 120-2 und Länderleitfäden.
Am ersten Tag  der Fortbildung werden die wasser- und bergrechtlichen Zuständigkeiten und Ziele vorgestellt. Erfolgreiche Genehmigungsverfahren setzen voraus, dass diese von den Planern und Bohrfirmen bereits bei der Planung und Antragstellung berücksichtigt werden. Oftmals sind insbesondere die bergrechtlichen Belange in der Praxis nur unzureichend bekannt. Es werden zudem mögliche Aus-wirkungen durch geothermische Anlagen und deren Bedeutung für das Genehmigungsverfahren erläutert sowie die daraus entstehenden Anforderungen an die ausführenden Unter-nehmen diskutiert.
Am zweiten Tag wird der Stand der gängigen Normen, Richt-linien und Regelwerke behandelt. Hierzu gehören insbesondere die neuen Inhalte der VDI-Richtlinie 4640, Blatt 2 sowie das erwartete neue Blatt 5 (Thermal Response Test). Durch sie werden die Planer geothermischer Anlagen deutlich stärker in die Pflicht genommen als bisher, so dass das Verständnis für die aktuellen Entwicklungen für eine fachlich korrekte Planung und für ein kompetentes Genehmigungsverfahren gleichermaßen unabdingbar ist.
Des Weiteren werden die Grundlagen und Ziele der W 120-Zertifizierung und die sich hieraus ergebenden Anforderungen an die verantwortlichen Fachleute und Firmen aufgezeigt.

Erkenntnisse aus der Forschung, auf welche sich die geänderten Anforderungen oftmals beziehen, werden begleitend vorgestellt.
Die Inhalte der 2-tägigen Fortbildung richten sich sowohl an Fachleute von Bohrfirmen und Planungsbüros als auch an Sachbearbeiter von Genehmigungsbehörden. Bei Ihnen fließen die verantwortungsvollen Fäden Bemessung, Geologie, Bohrtechnik sowie Genehmigungsrecht und Qualitätssicherung zusammen. Gemeinsam werden unterschiedliche Strategien und Empfehlungen zur Minderung von ungewollten Auswirkungen geothermischer Anlagen gegenübergestellt und diskutiert.

Referenten
Dr. Sven Rumohr ist als Hydrogeologe beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie tätig, wo er sich seit 1998 mit geothermischen Fragestellungen beschäftigt. Er ist in verschiedenen Ausschüssen im Bereich Geothermie, z. B. VDI-Richtlinie 4640 und DVGW-Arbeitsblatt W 120-2, tätig.

Dipl.-Geol. Ingo Schäfer beschäftigt sich seit über 20 Jahren intensiv mit dem Thema Geothermie und ist beim Geologischen Dienst NRW in der Beratung tätig. Zusätzlich ist er in verschiedenen Arbeitskreisen zum Thema „Qualitätssicherung“ sowie als Auditor im Rahmen von Zertifizierungsverfahren tätig.

Veranstalter:
Fachsektion Hydrogeologie e.V. in der DGGV e.V. (FH-DGGV)

Veranstaltungsort:
Stadthalle Idstein
Löherplatz 15
65510 Idstein

Informationen:
Die Teilnehmerzahl auf 25 Personen begrenzt
Anmeldeschluss ist der 9. September 2019.

Die Teilnahmegebühr beträgt 390,- € für Mitglieder der FH-DGGV und 470,- € für Nichtmitglieder. Studenten zahlen 260,- € (FH-DGGV-Mitglieder) bzw. 290,- €. Die Teilnahmegebühr beinhaltet die Kursgebühr, Veranstaltungsunterlagen, Mittagessen, Pausenverpflegung und eine Abendveranstaltung.

Die Anforderungen des DVGW-Arbeitsblattes W 120-2 an Fort- und Weiterbildungen werden erfüllt.

Hier können Sie ausführliche Informationen zur Veranstaltung (Flyer, Anmeldeformular, ...):
application/pdf Flyer-GT-19.pdf (124,8 KiB)

Kontaktadresse / Anmeldung:

Geschäftsstelle der FH-DGGV
Dr. Ruth Kaufmann-Knoke
Mühlweg 2
67434 Neustadt/Wstr.

Telefon: 06321-484784
Telefax: 06321-484783
E-Mail: geschaeftsstelle@fh-dggv.de

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