Diskussionsrunde zur Bewertung des Hydrogeologischen Modells mithilfe der Bewertungsstruktur des Arbeitskreises “Kalibration (und Prognosefähigkeit von GW-Modellen)“

Grundwassermodelle finden eine stetig wachsende Anwendung zur Klärung wasserrechtlicher Fragestellungen von der Festlegung von Schutzgebieten, Dimensionierung von Wasserhaltungen bis hin zur Bestimmung der Auswirkungen von Baumaßnahmen auf das GW-Regime sowie zur Stoffausbreitung im Untergrund, auch im Zusammenhang mit GW-Schadensfällen und -Sanierungsmaßnahmen. Dabei bestehen von Seiten der Auftraggeber, Behörden und der Öffentlichkeit hohe Erwartungen und qualitative Anforderungen an die Aussagefähigkeit solcher Modelle. Diesen Erwartungen steht eine komplexe Natur gegenüber, für die selbst mit hohem Erkundungsaufwand häufig nur eine geringe Informationsdichte für eine quantitative Beschreibung zur Verfügung steht.

Die Qualität des GW-Modells wird dabei maßgeblich von der Qualität des Hydrogeologischen Modells (HGM) bestimmt. Mit seiner Ansprache der Schichtlagerung und -kopplung, der hydraulischen Randbedingen, der maßgeblichen Volumenströme etc. bildet es die Grundlage für eine adäquate Beschreibung des Systems und für eine fundierte Prognose.

Der Arbeitskreis “Kalibration und Prognosefähigkeit von GW-Modellen“ hat eine Struktur zur Bewertung des HGM enwickelt und in einem Excel-Spreatsheet realisiert. Für eine praxisgerechte Anwendbarkeit wurden sowohl für die hydrogeologische Relevanz als auch für die Datensituation einfache Klassen eingeführt. Die Kombination von Relevanz und Datensituation erfolgt über einen Matrixansatz. Als Ergebnis ergibt sich damit eine Maßzahl, die eine Einordnung des bewerteten Modells in die Modellkategorien Prinzip-, Planungs- oder Bewirtschaftungsmodell im Sinne des DVGW-Arbeitsblattes W 107 „Aufbau und Anwendung numerischer Grundwassermodelle in Wassergewinnungsgebieten“ ermöglicht. Fachanwendern ist dabei bewusst, dass aufgrund der generellen Komplexität hydrogeologischer Gegebenheiten und Prozesse sowie Einschränkungen in den Erkundungsmöglichkeiten eine 100% Bewertung nicht erreichbar ist.

Da die Bewertungstruktur in gewissem Maße die subjektive Einschätzung und Erfahrung des Arbeitskreises widerspiegelt, soll sie in einer Diskussionsrunde mit den Mitgliedern der FH-DGGV erörtert werden. Die Bewertungsstruktur als ExcelSpreadsheet kann hier heruntergeladen werden.

Ihre Diskussionsbeiträge sind herzlich willkommen. Dazu schreiben Sie bitte eine E-Mail an unsere Geschäftsstelle oder verwenden das nachfolgende Web-Formular:


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