Themenheft „Grundwasserbewirtschaftung und Grundwasserschutz im Klimawandel“

Einladung zur Einreichung von Beiträgen

Für 2021 ist das Themenheft „Grundwasserbewirtschaftung und Grundwasserschutz im Klimawandel“ der Zeitschrift Grundwasser geplant. Die bereits heute absehbaren Auswirkungen des Klimawandels lassen erwarten, dass selbst bei Erreichung der „Pariser Klimaziele“ der Grundwasserschutz und die Grundwasserbewirtschaftung national wie international vor neuen, essenziellen und drängenden Herausforderungen stehen. So sind teils dramatische Veränderung des Grundwasserhaushalts sowie potenziell Veränderungen der Grundwasserqualität zu erwarten. Ebenso erhöht sich aufgrund des Meeresspiegelanstiegs die Gefahr der küstennahen Grundwasserversalzung. Die tiefgreifende Transformation der Energieversorgungssysteme wird auch Auswirkungen auf Grundwassersysteme nach sich ziehen. Ein Beispiel dafür sind etwa die derzeit kontrovers bewerteten Konkurrenzen bei der Nutzung des geologischen Untergrundes als Trinkwasserreservoire und als saisonaler Wärmespeicher zum Heizen und Kühlen in urbanen Gebieten.

Die Bewältigung dieser komplexen und dringlichen hydrogeologischen Aufgaben, die Forschung, Wirtschaft und Verwaltung national und international in den nächsten Jahren herausfordert, wird maßgeblich von der Entwicklung und Umsetzung konzeptioneller und methodischer Fortschritte in der Hydrogeologie und thematisch verwandten Fachgebieten abhängen. Parallel können dabei aber innovative transdisziplinäre Kooperationen bei der Bewirtschaftung von Grundwasservorkommen entstehen, die neue Betätigungsfelder, etwa bei der Raumplanung des geologischen Untergrundes, und neue Wertschöpfungsketten schaffen.

Dieses Themenheft soll das breite Spektrum der unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen des Klimawandels auf die Grundwasserbewirtschaftung unter nationaler und internationaler Perspektive aufzeigen und eine Diskussion zu den Aufgabenstellungen und zur zukünftigen Positionierung der Hydrogeologie in diesem Kontext befördern. Anhand von konkreten Fallbeispielen sollen auch innovative konzeptionelle und methodische Lösungsansätze aufgezeigt, sowie bestehende Limitierungen bei der Umsetzung diskutiert werden. Sehr willkommen sind daher Beiträge aus der Praxis von Behörden und Ingenieurbüros sowie aus der Forschung.

 

Wichtige Termine und Informationen:

  • Interessensbekundungen mit vorläufigem Titel und Kurzfassung bis Ende Februar 2020
  • Einreichung der Manuskripte bis Ende April 2020
  • Review bis Ende Juli 2020
  • Einreichung der überarbeiteten Manuskripte bis Ende September 2020
  • Veröffentlichung des Themenheftes im März 2021 (Heft 1, Bd. 26)
  • Richtlinien für Autoren

 

Gasteditoren/Kontakt:

Prof. Dr. A. Dahmke
Institut für Geowissenschaften
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
andreas.dahmke@ifg.uni-kiel.de
    Prof. Dr. C. Schüth
Institut für Angewandte Geowissenschaften
Institut für Angewandte Geowissenschaften
schueth@geo.tu-darmstadt.de

Zurück