30. DoktorandInnen-Treffen der Hydrogeologie

Das 30. Doktorand*innentreffen der Hydrogeologie fand vom 14.07. bis zum 15.07.2021 aufgrund der Einschränkungen durch die COVID 19 Pandemie im Unterschied zu den vorherigen Jahren als Onlineveranstaltung statt. Gastgeber waren in diesem Jahr die Doktorand*innen der Arbeitsgruppen der Angewandten Geologie der Christian Albrechts Universität (CAU) zu Kiel.

 

Der erste Tag des Doktorand*innentreffens startete mit einer Key Note von Prof. Dr. Andreas Dahmke, Leiter der Arbeitsgruppe für aquatische Geochemie und Hydrogeologie am Institut für Geowissenschaften in Kiel. Prof. Dr. Andreas Dahmke legte insbesondere einen Fokus auf zukünftige Arbeitsfelder von Hydrogeologen, insbesondere in Bezug auf die Herausforderungen des globalen Klimawandels sowie die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien. Vor allem die Nutzung des Untergrundes als saisonaler Wärmespeicher war Thema seines Vortrages.

Im Anschluss folgte ein Vortrag des Gastredners Mathias Foot zu der öffentlichkeitswirksamen Darstellung wissenschaftlicher Daten. Im Anschluss an den Vortrag diskutierte er mit den teilnehmenden Doktorand*innen über die Möglichkeiten, ihre Forschungsergebnisse verständlich für Interessierte außerhalb des eigenen Fachbereichs aufzubereiten.

Im weiteren Verlauf folgten neun Beiträge der teilnehmenden Doktorand*innen von der TU Freiberg, dem Karlsruher Institut für Technologie, der FU Berlin, der FAU Erlangen, dem Geozentrum Hannover, dem GFZ Potsdam und der CAU Kiel in Form von Vorträgen zu den Themen Wasser bzw. Grundwassermanagement und -Monitoring sowie zu der Hydrochemie von Untergrundwärmespeichern. Im Anschluss an die Vorträge folgten spannende Diskussionen zu roboterunterstützten Wasserprobenahmen in Seen, (Grund-)Wassermanagement in Vietnam und Indien, gelöstem Sauerstoff in aquatischen Ökosystemen, Methodiken zur Bestimmung des Grundwasseralters, dem Transport von Mikroplastik in Böden sowie zu hydrochemischen Auswirkungen der Nutzung des Untergrundes als Wärmespeicher.

Der zweite Tag stand ebenfalls im Zeichen der erneuerbaren Energien und startete mit einem Gastvortrag von Dr. Klaus Wortmann (EKSH) zu Szenarien-Modellen der Energiewende sowie Energielandschaften in Schleswig-Holstein. Dabei wurden Zukunftsvisionen zur Klimaneutralität in urbanen Räumen aber auch länderübergreifend diskutiert und die Frage aufgegriffen, welche Aufgaben künftig die Hydrogeologie zur Bewältigung der Energiewende beschäftigen werden. Weiterhin wurde in Verbindung zum Gastvortrag des 1. Tages das Thema Wissenschaftskommunikation aufgegriffen und eine Diskussion darüber geführt, wie man Ergebnisse aus Forschung und Wissenschaft, wie beispielsweise Zukunftsszenarien zur Klimaneutralität, an die weite Bevölkerung bringen kann und wie die Resonanz zu solchen Projekten ist.

Im weiteren Tagesverlauf folgten Beiträge der teilnehmenden Doktoranden in Form von Vorträgen zum Schwerpunkt numerische Modellierung, sowie analytische Methoden im Feld von insgesamt sieben Teilnehmern von der CAU Kiel, dem GFZ Potsdam und der RWTH Aachen. Insgesamt konnte an diesem Tag ein spannender wissenschaftlicher Diskurs zu Themen wie die Verwendung erneuerbarer Energien zur saisonalen Wärmespeicherung mithilfe von Aquifer- und Erdwärmesondenspeichern und zur Druckluftenergiespeicherung, die geomechanische Beschaffenheit geologischer Reservoir- und Barrierestrukturen sowie ein Einblick in die laserinduzierte Plasmaspektroskopie als Analysemethode im Feld abgehalten werden.

Das 30. Doktorand*innentreffen der Hydrogeologie stellte auch in diesem Jahr trotz pandemiebedingter Online-Veranstaltung wieder eine schöne und wertvolle Plattform für alle teilnehmenden Doktorand*innen dar, sich wissenschaftlich über die eigenen Forschungsthemen hinaus auszutauschen und damit auch die Themengebiete und Arbeitsweisen anderer Arbeitsgruppen kennen zu lernen. Da es bei allen Teilnehmern großen Anklang gefunden hat, wurde beschlossen das kommende 31. Doktoranden-Treffen 2022 unter dem Zusammenschluss des GFZ Potsdam und der TU Berlin in Berlin stattfinden zu lassen.

Das 30. Doktoranden-Treffen wurde freundlicherweise vom Kompetenzzentrum Geo-Energie, der Fachsektion Hydrogeologie in der DGGV (FH-DGGV), der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH), sowie der International Association of Hydrogeologists (IAH) unterstützt. Wir danken herzlich den Gastrednern Mathias Foot und Dr. Klaus Wortmann für Ihre großartigen Beiträge. Ein besonderer Dank gilt auch dem Key-Note Speaker Prof. Dr. Andreas Dahmke, der vor ca. 30 Jahren die Tradition der hydrogeologischen Doktorand*innentreffen ins Leben gerufen hat.

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